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Die zur Zeit zwischen SPD und CDU geführte Debatte um einen möglichen weiteren Verkauf von Anteilen der Städtischen Werke ist nach Ansicht der Kasseler Linken.ASG im Wesentlichen eine ... Die zur Zeit zwischen SPD und CDU geführte Debatte um einen möglichen weiteren Verkauf von Anteilen der Städtischen Werke ist nach Ansicht der Kasseler Linken.ASG im Wesentlichen eine Scheindebatte, die davon ablenken soll, dass ein Verkauf, an der Öffentlichkeit vorbei, bereits vorbereitet wird. Sowohl die Bestellung einer Gutachterfirma im Hauruckverfahren, als auch die Äußerung von Stadtkämmerer Jürgen Barthel in der letzten Stadtverordnetensitzung und in der Ausgabe der HNA vom 22.06 weisen deutlich in diese Richtung. Barthel hatte in der Sitzung eine Privatisierung der Trinkwasserversorgung ausgeklammert. In den Augen der Kasseler Linken.ASG zeigt dies deutlich, dass er damit auf die Zerschlagung und Privatisierung der Werke hinarbeite. Kritisiert wird von der Kasseler Linken.ASG die Tatsache, dass alle anderen Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung ihren Antrag, einen Verkauf an einen Energiekonzern als Option auszuschließen, abgelehnt haben. Die privatisierungskritische Haltung, die SPD und Grüne im Wahlkampf zur Schau getragen haben, habe hiermit ihre erste Nagelprobe nicht bestanden. Der Hang neoliberalen Privatisierungskonzepten zu folgen findet trotz negativer Erfahrungen in anderen Kommunen leider immer noch zu viele Anhänger in der Kasseler Stadtverordnetenversammlung. Die Kasseler Linke.ASG setzt sich weiter dafür ein, dass die Städtischen Werke ein kommunales Unternehmen bleiben. Dies liege im Interesse der Stadt, der Bürgerinnen und Bürger und der Beschäftigten. U.a. würden die Gewinne der städtischen Werke dringend benötigt, um die Verluste im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs auszugleichen. Um sicherzustellen,dass die Städtischen Werke unter kommunaler Regie weiterarbeiten können, fordert die Kasseler Linke.ASG, alle Möglichkeiten zu prüfen, um die Anteile, die der Vattenfall Konzern abstoßen will, in lokalen Besitz zu bringen. Ob dies durch einen Ankauf durch die Stadt Kassel, die Kasseler Versorgungsbetriebe oder durch Bürgerinnen und Bürger geschehe, müsse sorgsam und unter breiter Beteiligung der Öffentlichkeit erörtert werden. Eine Verlagerung der Debatte in einen Unterausschuß, wie von Barthel vorgeschlagen lehnt die Kasseler Linke.ASG deshalb ab. Das Thema ist von zentraler Bedeutung für die Stadt und gehöre deshalb nicht hinter verschlossene Türen. Die Debatte müsse von Anfang an und ohne Kompromisse öffentlich geführt werden, damit die für die Stadt beste Lösung gefunden werden könne.