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„Ich unterstütze die Forderung, beim Langen Feld einen Faktencheck auszuprobieren “ so Kai Boeddinghaus, OB-Kandidat der Kasseler Linken. “Die Verwaltung hat den politischen Auftrag, im Langen Feld ein Gewerbegebiet zu realisieren. Die zahlreichen und guten Argumente der Projektgegner haben da schlechte Chancen, wenn sie nur von einer Verwaltung abgewogen werden, die auf das Ergebnis schon festgelegt ist."

 

Zunächst sind der Bedarf an Gewerbeflächen und die Alternativen zum Langen Feld unabhängig zu prüfen, wie es eine Petition von Horst Peter und anderen fordert. Bis heute passiert dies nur oberflächlich und immer unter der Vorgabe, dass es zum Gewerbegebiet im Langen Feld gar keine Alternative gäbe. Um die Gleichheit bei solchen Verfahren wieder herzustellen, muss der ungehinderte, zeitnahe Zugang zu allen Information sichergestellt werden. Das hatte der Stadtbaurat- und Umweltdezernent Dr. Joachim Lohse in der Diskussion um die Verkehrsgutachten der BI Pro Langes Feld auch zugesagt, später war dann alles aber gar nicht so gemeint.

Die Verwaltung zahlt ihre Gutachter selbstverständlich aus der Stadtkasse und damit von dem Geld der Bürger, die engagierten Einwender müssen ihre Gutachter selber bezahlen. Sie zahlen deshalb genau genommen sogar zweimal. Zudem wird ihr Einsatz für Bürgerinteressen, bessere Lebensbedingungen und die Umwelt von Vertretern der Stadtverwaltung noch öffentlich abqualifiziert.

Die Bürger müssen ernst genommen werden. Die Bürgerbeteiligung muss über die langwierigen, rechtlich verankerten Verfahrensschritte hinaus gehen. Demokratie kostet Geld, wer die Rechte der Bürger stärken will, muss dies auch finanzieren.

Das erhöht die Chance auf eine gute Lösung im Sinn der Bevölkerung und der Umwelt. 

"Es freut mich, wenn die GRÜNEN jetzt einen Faktencheck befürworten,“ so Kai Boeddinghaus Stadtverordneter der Kasseler Linke, „Leider haben sie bis vor kurzem beim Langen Feld erstaunlich still gehalten und Hilgen und Barthel Fakten schaffen lassen. Unser Antrag, für 2011 im Haushalt 3 Millionen für Grundstücksankäufe im Langen Feld zu streichen, wurde von ihnen abgelehnt.“