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Der Kämmerer Dr. Barthel bestätigt die Kritik der Kasseler Linke an der Kostenplanung für die Kasseler Bäder. Jetzt wird es auch in Wilhelmshöhe viel teurer und die vorgelegte Planung erweist sich als haltlos. Um die Kosten nicht noch mehr explodieren zu lassen, soll der Ausbau kleiner ausfallen.

30 Mill. Euro sollte die Sanierung aller Bäder der Stadt Kassel laut der durch den Kämmerer Dr. Barthel den Stadtverordneten im Herbst 2009 vorgelegten Planung kosten. Inzwischen ist diese Summe allein für das Auebad 21 eingeplant – ohne die notwendigen Folgekosten für Straßen- und Parkplatzausbau.

Auch beim Freibad Wilhelmshöhe sind die geplanten Kosten von 3,2 Mill. Euro nicht zu halten. Mindestens 5,5 Mill. Euro lautet die aktuelle Schätzung. „Die marode Betonkonstruktion hätte früher untersucht werden müssen“, sagt Axel Selbert, Stadtverordneter der Kasseler Linke. Kostensteigerungen bis zur Fertigstellung sind dabei nicht eingerechnet. Selbst ein vollständiger Abriss mit Neubau wäre billiger. Und was die Badbenutzer besonders betreffen wird: Die geplante Wasserfläche des Hauptbeckens soll auf ca. 40% der bisherigen Fläche verkleinert werden.

„Ganz offensichtlich gibt es auch in der jetzt vorgelegten Planung weitere unkalkulierte Risiken“, so Selbert.

Die Kasseler Linke fordert vor weiteren Festlegungen für die Planung: Sowohl für Wilhelmshöhe wie für das Auebad ist eine breite Bürgerbeteiligung nötig. „Und nur wenn die Stadt endlich vernünftige Planungen und Fakten präsentiert, kann auch etwas Vernünftiges entschieden werden.“