Die Kasseler Linke.ASG fordert nach dem Fachgespräch im Sozialausschuss die Einführung eines Sozialtickets zum Preis von EUR 15,00.
Für die Fraktion erklärte die sozialpolitische Sprecherin Renate Gaß, dass entsprechende Anträge zum Haushalt 2010 gestellt würden.
Gaß kritisiert besonders deutlich die Kasseler SPD-Fraktion, die offensichtlich schon vor dem Fachgespräch im Sozialausschuss eine Festlegung getroffen hat.
"Wer schon vor der Anhörung ein in den Leistungen eingeschränktes Diakonietickets als "Sozialticket" verkauft, der zeigt, dass er sich weder für die betroffenen Menschen noch für die demokratischen Abläufe in der Stadtverordnetenversammlung interessiert sondern die Öffentlichkeit in die Irre führen möchte, ohne den Menschen wirklich zu helfen." 

Außerdem raubt die Kasseler SPD der KVG auch die geringsten Spielräume für ein wirkliches Sozialticket, in dem der KVG mit der Fortschreibung des Konsolidierungsvertrages und der Auebadlinie eine weitere Millionenlast auferlegt wird.
Dies zeigt, dass der politische Mut und das soziale Engagement der Kasseler Sozialdemokratie nur für Kosmetik reicht, nicht aber für den überfälligen Schritt hin zu mehr Mobilität von armen Menschen.
Die Kasseler Linke setzt sich für die Einführung eines Sozialtickets ein, dass diesen Namen auch verdient und diese Mobilität für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben auch wirklich erreicht.