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„„Interkulturelles Training“ ist ein wichtiger Baustein für eine Integration, für ein friedliches Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft. Durch ein besseres Verständnis füreinander“, so Dr. Marlis Wilde-Stockmeyer, kulturpolitische Sprecherin der Fraktion der Kasseler Linken. Was aber unter „Interkulturellem Training“ im Zusammenhang mit der Anwerbeaktion einer privaten Sicherheitsfirma zu verstehen ist, zeigt nach Meinung der Kasseler Linken eine zynische Verwendung des Begriffs, der im allgemeinen Sprachgebrauch positiv empfunden wird.

Die ausgewählten Zivilisten dagegen sollten in einem Trainingscamp der US-Army als Statisten mit englischen Sprachkenntnissen bzw. mit Sprachkenntnissen von Sprachen in Afghanistan und Pakistan orientalische Zivilpersonen spielen.Orientalische Zivilpersonen in amerikanischen (Bürger-)Kriegszenarien, verklärt als Sensibilisierung für andere Kulturen, um Konflikte zu vermeiden. Die Anwerbefirma lockt mit Lohn, Unterkunft und Verpflegung im Militärlager, eine starke Versuchung in einer Stadt mit hoher Arbeitslosigkeit.
Es geht hier nicht um ein friedliches Zusammenleben, sondern um die Fortführung des Krieges in Afghanistan und in anderen Ländern. Die Linke fordert stattdessen den Abzug aus Afghanistan, die Beendigung des Krieges, so Wilde-Stockmeyer abschließend.