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Die Stadtverordnetenversammlung muss sich der Diskussion stellen. 
Die Fraktion Kasseler Linke hat in der Stadtverordnetenversammlung am 7. September kurzfristig einen Antrag eingebracht, die Aufsichtsräte, die der Gehaltserhöhung zugestimmt haben, zum Rücktritt aufzufordern. SPD und Grüne verweigerten eine Aufnahme in die Tagesordnung, die CDU hatte sich nach einer von ihr beantragten Sitzungsunterbrechung mit aller Kraft enthalten.

Die Gehaltserhöhung stößt in der Bevölkerung auf Empörung und Unverständnis. Wir können nicht akzeptieren, dass den Beschäftigten eine Gehaltskürzung verordnet wird und zugleich die Vorstandsgehälter um jeweils 50.000 Euro pro Jahr erhöht werden. Wir können nicht akzeptieren, dass Stellen im öffentlichen Dienst abgebaut werden und zugleich für Vorstände Erhöhungen beschlossen werden, mit denen allein mehrere Stellen zu finanzieren wären.

Die GNH gehört zu über 90 Prozent der Stadt. Dieser skandalöse Beschluss zur Gehaltserhöhung muss in der Stadtverordnetenversammlung diskutiert werden. Und es müssen Konsequenzen gezogen werden. "Warum ein leitender Angestellter einer kommunalen Gesellschaft mehr Geld als ihr Oberbürgermeister bekommt, ist nicht nachvollziehbar" so Norbert Domes Fraktionsvorsitzender der Kasseler Linke.ASG, "Die Spitzen kommunaler Unternehmen müssen wieder nach den Gehältern des öffentlichen Dienstes bezahlt werden."