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„Die fehlende Auseinandersetzung mit den fundierten Argumenten versucht Christian Geselle durch polemische Rundumschläge zu überspielen, “ so Norbert Domes Fraktionsvorsitzender der Kasseler Linke.ASG.“ Dem Standort Auedamm stehen fachliche Festlegungen wie das ausgewiesene Überschwemmungsgebiet und das Landschaftsschutzgebiet entgegen. Dies immer nur in Form von Ausnahmegenehmigungen unter der Aufgabe des Schutzziels zur Seite zu schieben, zeugt von der ungebrochenen arroganten Machtpolitik von Teilen der SPD.“

Die Auswahl eines geeigneten Standorts für ein Hallenbad mit seiner langen Nutzungsdauer sollte auf Grund von sorgfältig abgeleiteten Kriterien erfolgen. Bei Anwendung von Kriterien wie der guten Erreichbarkeit auch für den Schulschwimmsport, der Minimierung der Luftbelastung, des Hochwasserschutzes, der Naturverträglichkeit, der städtebaulichen Integration und möglichst hoher Besucherzahlen kann der Standort Auedamm gegenüber den vorhandenen Alternativen nicht bestehen.

 

Selbst bei einer eingeschränkten, nur ökonomischen Bewertung, die im Verfahren immer noch nicht umfassend erstellt und veröffentlicht worden ist, ist der Standort Auebad mit den 300.000 Euro jährlichen Kosten für die minimale und unzureichende halbstündige Busanbindung vielen anderen Standorten mit guter Tramanbindung weit unterlegen.

Die Äußerungen des Herrn Geselle zeugen von einer profunden Unkenntnis des Verfahrensablaufs. Mit einem politischen Beschluss der Stadtverordnentenversammlung beginnt erst das formelle Verfahren mit der Beteiligung von BürgerInnen, Behörden und Naturschutzverbänden. Diese Beteiligung dient dazu, nicht beachtete Punkte einzubringen, Fehler zu korrigieren und in der Summe die beste Lösung zu finden. Alternativ hätte im Vorfeld eine breite Diskussion und eine Berücksichtigung von fachlichen Argumenten schon zu einer besseren Lösung führen können. Dieser Weg wurde vom Magistrat allerdings nicht eingeschlagen.