Pressemitteilungen

Die Stadtverordnetenfraktion der Kasseler Linke für Arbeit und soziale Gerechtigkeit verurteilt die Abschiebung eines 26jährigen Roma aus dem Kosovo durch das Regierungspräsidiums Kassel und die Inhaftierung zwecks Abschiebung einer mehrköpfigen, seit fast 10 Jahren hier lebenden, Roma-Familie aus dem Kosovo. Verurteilt wird ferner die auch an weitere Roma versandte Aufforderung Deutschland kurzfristig „freiwillig“ zu verlassen, anderenfalls sie abgeschoben werden. Die Initiative zu diesen Deportationsmaßnahmen geht vom Hessischen Innenministerium aus.

 

Die sozialen Lebensverhältnisse für Roma im Kosovo sind nach wie vor durchgängig nicht menschenwürdig. Dies bestätigen aktuelle Berichte aller im Land tätigen internationalen Hilfsorganisationen, insbesondere des UNHCR. 

Allein die von wirtschaftlicher Abhängigkeit erzwungene „Bereitschaft“ der Regierung des Kosovo, jetzt wieder Roma aus Deutschland ins Land zu lassen, ändert an den Verhältnissen nichts.
Die Stadtverordnetenfraktion fordert die Politiker aller Parteien in Hessen und die Kasseler Bürger angesichts der bevorstehenden Europa-Wahl auf, sich entschieden für einen Daueraufenthalt der Betroffenen einzusetzen, die teilweise schon seit einem Jahrzehnt hier leben, Schulausbildung erhielten und sprachlich bereits integriert sind.