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„Dass die Heizkostenpauschale laut Stadtkämmerer/Sozialdezernent Dr. Jürgen Barthel in den meisten Fällen kostendeckend sein soll, ist eine Verhöhnung der LeistungsbezieherInnen und logisch denkender Menschen.“ so Renate Gaß, sozialpolitische Sprecherin der Kasseler Linke.ASG.

 Die letzte Erhöhung der Heizkosten ist im Juli 2008 vorgenommen worden. Seitdem sind die Energiekosten z.B. für Gas erheblich gestiegen. Die überdurchschnittliche Kälteperiode treibt den Energieverbrauch zusätzlich in die Höhe.
 
 
 Die Anpassung der Heizkostenpauschale an geänderte Energiekosten erfolgt in Kassel nur in sehr großen Abständen, sodass die zwischenzeitig entstandenen Mehrkosten an den Betroffenen hängen bleiben.
Nach den Vorstellungen der ArbeitsFörderung Kassel (AFK) müssen die nicht gedeckten Heizkosten aus dem eh schon zu geringem Regelsatz selbst bezahlt werden. Das Geld fehlt dann an anderer Stelle oder es türmen sich Schulden auf.
 
Die gestiegenen Energiekosten haben auf Bundesebene sogar zur Einführung einer Einmalzahlung von 100 Euro bei einem Wohngeldbezug zwischen Oktober 2008 bis März 2009 geführt.
 
Das Sozialgesetzbuch regelt eindeutig: „Leistungen für Unterkunft und Heizung werden in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen erbracht, soweit diese angemessen sind.“ (§ 22 SGB II)
 
Bedauerlicherweise ignorieren die anderen Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung die massiven Probleme mit der Heizkostenpauschale, sodass den Betroffenen nur der vom DGB aufgezeigte Weg der individuellen Durchsetzung durch Einlegen von Widersprüchen bleibt.