Pressemitteilungen
 
Die Debatte um die Sanierung der Kasseler Bäder und die dazu gehörenden Standortfragen sind in die heiße Phase getreten. Leider sind bisher die Vor- und Nachteile möglicher Standorte nicht abschließend qualifiziert als Entscheidungsgrundlage aufbereitet worden.
 
Für ein neues, erweitertes und zeitgemäßes Hallenbad Mitte im Zentrum der Stadt sprechen folgenden Gründe:
Die optimale Erreichbarkeit für alle. Für die Bewohner der Innenstadt und die vielen vor Ort Beschäftigten bequem zu Fuß und für alle Anderen praktisch mit Bussen und Bahnen. Sie halten direkt vor dem Eingang des Hallenbades und stellen die Verbindung zu allen anderen Stadtteilen her.

Ein neues Hallenbad in der Mitte der Stadt ist ein attraktives Freizeitangebot in der Innenstadt, welches die Lebensqualität dieses Stadtteils erheblich aufwertet.
 
 Die Flächen für eine notwendige Vergrößerung stehen unmittelbar angrenzend an das Hallenbad Mitte zur Verfügung. Der Ankauf der unmittelbar am Schwimmbad gelegenen Grundstücke sollte vom Magistrat überprüft werden. Es stehen in den diversen Parkhäusern der Innenstadt im direktem Umfeld ausreichend Parkplätze für die Pkw-Nutzer zur Verfügung.
 
„Ein Hallenbad im Zentrum der Stadt ist ideal und machbar“ so Axel Selbert, sportpolitischer Sprecher der Kasseler Linke.ASG.
 
Der Magistrat der Stadt und vorrangig Dr. Barthel zeigen kein Interesse, das Stadtbad Mitte zu erhalten. Eine kurzsichtige Sparpolitik führte bei den Hallenbädern Ost und Mitte zu unzureichenden Erhaltungs- und Modernisierungsinvestitionen.
Als Ersatz sieht Dr. Barthel ein neues kombiniertes Frei- und Hallenbad am Auedamm vor. Das wäre nicht nur ein schlechter Ersatz für die Schließung der zwei Hallenbäder, sondern vor allem ein teurer Neubau an der falschen Stelle!
 
Der verkehrstechnisch notwendige Umbau des Auedamms, der Ausbau der Buslinie und die notwendige Befestigung von Parkplätzen führen zu bisher nicht kalkulierten Investitionssummen. Doch auch diese Maßnahmen verhindern nicht, dass dieser Standort für Kindergärten, Schulklassen, für ÖPNV-Nutzer und Fußgänger schlecht zu erreichen ist.
Ungeklärt sind auch bauliche Aspekte wie zum Beispiel der ungünstige Baugrund und das unter Denkmalschutz stehende Freibad am Auedamm. Das wird, wie der Hochwasserschutz, zu Mehrkosten führen.

Bei der Neuausrichtung des Bäderangebots in Kassel für die nächsten Jahrzehnte entscheiden die Ausstattung und die Standorte über die Qualität und Quantität der Nutzung. An der Höhe der Auslastung hängen dann auch die Folgekosten und der jährliche Zuschussbedarf, dies darf nicht durch die Betonung kurzfristiger Einspareffekte ausgeblendet werden.

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