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Stadtbaurat Norbert Witte verschleppt die Umsetzung des Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung zum Energiecontracting.
Im März 2007 hatte die Stadtverordnetenversammlung einstimmig den Magistrat beauftragt, die Städtischen Werke um die Erstellung eines Exposés für ein Energiecontracting für 10 städtische Gebäude zu bitten. Dies soll eine belastbare Aussage über Kosten und Nutzen eines solchen Vertrages beinhalten und als Diskussions- und Entscheidungsgrundlage über ein Energiecontracting dienen.
Bis heute ist den Stadtverordneten noch kein Ergebnis vorgelegt worden.
 


Hintergrund des Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung  ist der erhebliche energetische Sanierungsbedarf bei vielen der über 250 städtischen Gebäude. Seit Anfang der 90er Jahre wird vom Amt für Gebäudewirtschaft durch die Verbesserung der Effizienz der Energiebedarf der Gebäude gesenkt. Auch bei Sanierungen oder Neubauten wurde auf eine gute Wärmedämmung geachtet und so der Schadstoffausstoß aus der Gebäudeheizung gesenkt. Im Haushalt der Stadt Kassel wurden allerdings nie ausreichende Mittel für die Sanierung bereitgestellt, so dass noch ein erheblicher Sanierungsbedarf besteht. Dies kann von allen Interessierten zum Beispiel im Rathaus besichtigt werden. Dort sind noch einfach verglaste Fenster in Stahlrahmen zu finden, die vor zwei Jahren sogar noch liebevoll neu gestrichen wurden.
Die Städtischen Werke bieten ein Energiecontracting an, bei dem Gebäude energetisch optimiert werden. Die Stadt Kassel erhält sanierte Gebäude ohne direkt Investitionsgelder bereitstellen zu müssen. Die Zahlungen werden maximal auf die heute schon zu zahlenden Energiekosten begrenzt.
Das Amts für Gebäudewirtschaft kann weiterhin seine gute Arbeit fortsetzen, ein Energiecontracting mit den Städtischen Werke soll dies lediglich ergänzen. Es gibt für beide Institutionen ausreichend zu tun, und alle BürgerInnen gewinnen durch geringere Luftbelastung.