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Bei den Verhandlungen für eine Koalition in der Stadtverordnetenversammlung scheint es mehr um Personen und weniger um politische Inhalte zu gehen. Neben dem Feilschen um die zu wählenden DezernentInnen sind nur unbedeutende inhaltliche Punkte in den öffentlichen Raum gedrungen. Aus Sicht der Kasseler Linke.ASG gibt es einige unverzichtbare Schwerpunkte für die noch verbleibenden zweieinhalb Jahre bis zur nächsten Kommunalwahl:

Die Bildungschancen für Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien müssen verbessert werden. Kassel braucht einen wirksamen und im Haushalt finanziell abgesicherten Kommunalen Bildungsfonds und langfristige Zuschüsse zum Mittagessen für Kinder. Trotz erster Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung zum Bildungsfonds und zum kostenlosen Mittagessen in Schulen steht eine Umsetzung noch aus.

 Die Mobilität von Menschen mit wenig Geld muss verbessert werden. In Kassel fehlt ein Sozialticket für Einkommensschwache, die die regulären Fahrpreise für Bus und Bahn nicht bezahlen können.

 Die Luft und die Gebäudenutzungsqualität müssen durch gezielte Gebäudesanierung verbessert werden. Die über 250 städtischen Gebäude haben einen Sanierungsstau, der eine erhebliche Belastung des Haushalts durch hohe Energiekosten und eine Belastung der Luft durch zu hohe Emissionen zur Folge hat.

 Der Einstieg in die nachhaltige Stadtentwicklung durch die Mobilisierung von Gewerbebrachen muss starten. Die bisher verfolgte Strategie, immer weitere Äcker zu bebauen statt vorhandene Flächen zu reaktivieren, muss gebrochen werden.

 Für die anstehenden Personalentscheidungen hat die Kasseler Linke eine zentrale Forderung: die Machtkonzentration bei Dr. Barthel muss beendet werden. Die Ämter Stadtkämmerer und Sozialdezernat müssen wieder getrennt werden. Kassel braucht eine engagierte und qualifizierte SozialdezernentIn.

 „Jede Kooperation wird daran gemessen werden, ob sie die zentralen politischen Fragen der Kasseler Kommunalpolitik anpackt oder ob sie nur Posten und ein paar politische Trostpflaster verteilt.“ so Norbert Domes, Fraktionsvorsitzender der Kasseler Linke.ASG