Pressemitteilungen

Fast 3 Milliarden Euro sollen für den Bau des neuartigen Panzers Puma im Rüstungsbetrieb in Kassel fließen, dass beschlossen der Haushaltsausschuss des Bundestages. Die nächste Nachricht war, dass Krauss-Maffei Wegmann in den nächsten Jahren 140 Leopard-II-Panzer aus Bundeswehrbeständen für die Armee in Chile umrüstet.

Die chilenische Armee kommt damit als erste in Südamerika in den Genuss dieser Panzer. Bravo, Friedensarbeit in Südamerika und außerdem: Das sichert Arbeitsplätze! Weitere Meldung innerhalb kürzester Zeit: Krauss-Maffei Wegmann kann mit einem weiteren Rüstungsauftrag in Höhe von 32 Mio. Euro für den Bau spezieller Radpanzer vom Typ Fennek für die Bundeswehr rechnen. Vom Haushaltsausschuss des Bundestages wurden die Gelder schon bewilligt. Das sichert Arbeitsplätze! „Nachdenken über Rüstungskonversion wäre der bessere Ansatz, die Produktion ziviler Güter ist zukunftsweisend und nicht die Beteiligung am weltweiten Wettrüsten“, so die Kasseler Stadtverordnete Dr. Marlis Wilde-Stockmeyer.
Gleichzeitig steigt die Zahl der armen Kinder in Deutschland, besonders seit HARTZ IV, dramatisch an. Deutschland leistet sich Kinderarmut, weil angeblich kein Geld da ist, kritisieren die Kasseler Linken. Mit den zu geringen Sozialgeldern für Kinder und Jugendliche sind die Kommunen im Zugzwang, durch kostenfreies Mittagessen und Unterstützung für die Schulmaterialien dieser Fehlentwicklung ansatzweise entgegenzusteuern.
„Die richtige Erkenntnis „Kinder sind unsere Zukunft!“ verkommt zur leeren Phrase, wenn kein radikales Umdenken damit verbunden ist und das heißt, Geld soll nicht in immer neue Rüstung fließen, sondern für den Kampf gegen die skandalöse Armut sinnvoll verwendet werden“, so Dr. Marlis Wilde-Stockmeyer. „Reichen die aktuellen Kriege nicht, um zu erkennen, dass Kriege keine Probleme lösen, sondern neue schaffen“, fragt Wilde-Stockmeyer weiter.
Erst vor wenigen Wochen wurde wieder der Zerstörung Kassels im Zweiten Weltkrieg gedacht. Die Kasseler Rüstungsbetriebe waren ein wichtiger Grund für die Bombardements, für die Zerstörung Kassels und für den Tod vieler Menschen. „Alles schon vergessen? Nur noch gut für Erinnerungstage?“, fragt die Kasseler Linke fordert deshalb: „Nicht mehr Rüstung, sondern Abrüstung ist zukunftsweisend!“