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Arme Kinder in Kassel – vielfach beschrieben, wie aber wird geholfen?

Der Magistrat soll ein Konzept für einen Kommunalen Bildungsfonds vorlegen, beschloss am 5.11.2007 einstimmig die Stadtverordnetenversammlung. Dieser Antrag von SPD und Grünen war ein dünner zweiter Aufguss des Antrags der Kasseler Linke.ASG.

Der von der Kasseler Linken geforderte Kommunale Bildungsfonds beinhaltet die flächendeckende Finanzierung von Essen, Schulmaterial und außerschulischen Aktivitäten wie z.B. Sportvereine und Musikschulen für Kinder aus einkommensschwachen Familien, die Transferleistungen beziehen.

"Wir waren trotz der Einschränkungen erfreut, dass kleine Verbesserungen für die Kinder aus einkommensschwachen Familien eine solch breite Unterstützung fand“ so Dr. Marlis Wilde-Stockmeyer, schulpolitische Sprecherin der Kasseler Linke.ASG. “Jetzt muss endlich das Konzept auf den Tisch, das für die Umsetzung des Beschlusses immer noch fehlt.“

Sieben Monate sind vergangen und das Konzept wurde noch immer nicht vorgestellt. Außer dem Werben um Spenden aus der Bevölkerung und der Wirtschaft und der medialen Botschaft –„Wir tun etwas gegen die Misere der Kinderarmut“ - sind bisher keine positiven Ansätze des Magistrats erkennbar. Auf eine entsprechende Nachfrage von Marlis Wilde-Stockmeyer in der letzten Stadtverordnetensitzung erklärte die Dezernentin, Frau Janz, dass man keine eigenen Gelder einsetze und dass man an dem Konzept noch arbeiten würde.

„Dies ist zu wenig“, so Marlis Wilde-Stockmeyer, „für die betroffenen SchülerInnen muss endlich eine Verbesserung geschaffen werden“.