Die Kasseler Linke begrüßt, dass ihr Vorschlag für eine vereinfachte Kitaplatzvergabe und –erfassung vom Jugendamt aufgenommen wurde. Noch dieses Jahr sollen Eltern ihre Kinder auch mit einem neuen Online-Portal bei einer Kita registrieren und für einen Platz anmelden können. So können Eltern den Bearbeitungsstand nachvollziehen und es gibt eine zentrale Erfassung, die es ermöglicht den tatsächlichen Bedarf einzusehen. Kinder, die einen Platz erhalten haben, werden so auf den Wartelisten aller anderen Kitas gestrichen. „Genau das haben wir 2017 beantragt.

Damals leugneten SPD und Grüne noch den akuten Bedarf an Plätzen und wiesen unseren Antrag und eine Änderung der Erfassung ab. Aber gute Ansätze setzen sich manchmal eben doch durch“, so Simon Aulepp, bildungspolitischer Sprecher der Kasseler Linken. Immer noch warten viele Kinder trotz Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz und zu viele Erzieher*innen sind nur befristet eingestellt.
Die zentrale Erfassung ist zumindest ein Schritt, um zu reellen Zahlen zu kommen statt wie bisher einer ungefähren Bedarfserhebung. Ausgangspunkt damals war eine syrische Familie, die den 141. Platz auf einer Warteliste erhielt und die Fraktion auf die komplizierte Erfassung in Kassel und einfachere Ansätze wie in Frankfurt aufmerksam machte. „Als zusätzliche Verbesserung schlagen wir ein mehrsprachiges Portal vor, um weitere Hürden zu senken“, so Vera Kaufmann, sozialpolitische Sprecherin der Kasseler Linken.