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Die Kasseler Linke beantragt, dass für das documenta Institut ein klares inhaltliches Konzept u.a. in Kooperation mit der Documenta GmbH, der Universität sowie der Kunsthochschule Kassel erstellt wird. Erst auf dieser Grundlage und nach Beschlussfassung in den Gremien sollten dann die nächsten Schritte wie Standortauswahl und Architektenwettbewerb erfolgen. Das sei nicht zuletzt wichtig, um nicht wie bei der Rathaussanierung von Mehrkosten in Millionenhöhe überrascht zu werden.
„Erst wenn wir wissen, wo es hingehen soll, können wir sagen, wo es hin soll“, fasst Stephanie Schury die Situation zusammen. Derzeit scheint das Konzept sehr vage, die Standortfrage ist weiter nicht geklärt. Ein Raum- und Funktionskonzept soll es schon geben und die Mehrheit der Stadtverordnetenversammlung hat bereits zugestimmt, dass die Stadt das finanzielle Risiko trägt.
„Das bisherige Vorgehen widerspricht der Kulturkonzeption, die über ein Jahr lang in breiter Beteiligung erarbeitet wurde und Ende letzten Jahres mit großer Zustimmung der Stadtverordneten verabschiedet wurde. Die in der Kulturkonzeption als Leitmotiv gesetzte „documenta“-Motivation sollte auch in der Planung des documenta-Institutes berücksichtigt werden. Das würde auch eine Umsetzung der Kulturkonzeption bedeuten.“ Die Beteiligung der Öffentlichkeit in der Erstellung des Konzepts könnte dazu, sowie zur Einhaltung der Kulturkonzeption und der darin beschworenen „documenta“-Motivation den wesentlichen Beitrag leisten, um „den partizipativen Prozess des gemeinsamen Interessensaustauschs zu verstetigen“ (Kulturkonzeption 2030, Ziel 6, S. 009). Teil davon wäre auch die Prüfung des geeigneten Zugangs durch die Öffentlichkeit. Außerdem heißt es in der Kulturkonzeption: „Kassel… ist documenta-Stadt…, weil sie den documenta-Geist konsequent auf allen Feldern von Kunst und Kultur zur Grundhaltung macht“ (S. 059). Beim documenta Institut ist dies aus Sicht der Kasseler Linken leider noch nicht zu erkennen. Das sollte umgehend geändert werden, um die Kulturkonzeption nicht als Papiertiger in der Schublade verenden zu lassen.