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Die Kasseler Linke sieht keinen strukturellen Fortschritt in der Radverkehrsplanung. „Auf dem Papier ist alles schön. Der Beschluss des Radverkehrskonzepts sollte ursprünglich im Herbst 2017 erfolgen und ist nun auf das nächste Frühjahr geschoben worden. Das Problem liegt weniger in der Planung sondern in der Umsetzung“, bemängelt Violetta Bock, stadtentwicklungspolitische Sprecherin der Kasseler Linken. So werden Radwege nach wie vor erst angepackt, wenn ein Straßenabschnitt erneuert wird. Eine eigenständige Radverkehrsplanung erfordert finanzielle Mittel, die im Haushalt bislang nicht eingestellt sind. „Die Initiative Radentscheid legt hier den Finger genau in die Wunde.“ Die Kasseler Linke unterstützt daher den Radentscheid. Die hektischen Präsentationen der Stadt zu den Aktivitäten im Radverkehr zeigen, dass der Druck bereits wirkt, aber die Stadt noch nicht zu einer Kursänderung bereit ist. Eine „gleichberechtigte Integration“ des Radverkehrs in die Planungen des Autoverkehrs, wie Verkehrsdezernent Stochla in der HNA zitiert wurde, ist angesichts der notwendigen Verkehrswende zu wenig.  Die geplanten Fahrradstraßen machen dies besonders deutlich, da sie Kreuzungen nicht mit einschließen sondern gerade vor den gefährlichen Stellen aufhören. Trotz Beschluss warte man auf die Umsetzung Jahre, da Planungs- und Finanzkapazitäten nicht zur Verfügung gestellt werden. „Jahrelang wurde das Auto privilegiert. Was wir heute brauchen, ist eine Abkehr von dieser Politik,“ ergänzt Ilker Sengül, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion Kasseler Linke.