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Obwohl die Stadtverordnetenversammlung im Juni beschloss, dass es bis zum 30.06.2018 eine Lösung für den Obelisken geben sollte, bleibt das weitere Vorgehen unklar. Angeblich wusste der Oberbürgermeister Christian Geselle nichts von der Sondergenehmigung für den Obelisken, welche bis Ende September gilt. Bis dahin darf der Obelisk folglich auf dem Königsplatz stehen bleiben.
Oberbürgermeister Geselle hatte sich an die Fraktionen gewandt, weil er mit Olu Oguibe keine Einigung erzielen konnte.

Der Künstler hatte die Standortbindung des Kunstwerkes mehrfach verdeutlicht. Dennoch ist er auf die Stadt mit einem Kompromissvorschlag zugegangen, der besagt, dass der Königsplatz zumindest bis zur Fertigstellung des Documenta Instituts als
Standort erhalten bleiben solle. Nichtsdestotrotz hatte Geselle nun einen neuen Ort an der Treppenstraße ins Rennen geworfen.

Der Beschluss aus der Stadtverordnetenversammlung hatte das Manko, dass er zu unkonkret war. Für das weitere Verbleiben des Kunstwerkes benötigt es jetzt bindende Beschlüsse durch die gewählten Stadtverordneten. Aus diesem Grund stellt die Kasseler Linke einen Antrag in der Stadtverordnetenversammlung am 24.09.2018, in welchem der Magistrat aufgefordert wird auf den Künstler zuzugehen, um den Verbleib des Obelisken in der Stadt Kassel zu sichern, mit dem Königsplatz als vorübergehenden oder endgültigen Standort.
„Es ist wirklich an der Zeit den Eiertanz um den Obelisken zu beenden. Angesichts der politischen Lage in Deutschland, aber auch europaweit, wäre das Entfernen des Kunstwerkes ein falsches Signal und ein Entgegenkommen der rechtspopulistischen Stimmungsmache,“ so Stephanie Schury, kulturpolitische Sprecherin der Kasseler Linken. „Indem wir dem Obelisken ein Zuhause bieten, liefern wir ein klares Bekenntnis zur letzten Documenta.“