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„In den städtischen Kitas ist jede fünfte ErzieherIn nur befristet eingestellt, zum Teil sachgrundlos. Von einer Aufwertung ist hier nichts zu spüren,“ so Simon Aulepp, schulpolitischer Sprecher der Kasseler Linken, „Inzwischen sollte jedem die Arbeitsbelastung und der Personalmangel in den Sozial- und Erziehungsdiensten bekannt sein.“ Der Krankenstand von 9,24 Prozent ist dafür ein deutliches Anzeichen. Die Stadt nutzt hierfür das Teilzeit- und Befristungsgesetz aus, um größtmögliche Flexibilität zu erreichen.

„Diese Befristungspraxis muss aufhören, denn sie geht zu Lasten der Kinder, Eltern und Beschäftigten. Hier müssen Stadt und Land handeln,“ fordert Violetta Bock, Direktkandidatin im Wahlkreis Kassel Ost zur Landtagswahl. Denn die Kitas platzen längst aus allen Nähten und warten auf notwendige Erweiterungen und Sanierungen.
Zum 1.8.2018 wird laut einer Anfrage der Kasseler Linken in Kassel mit 10.250 zu betreuende Kindern in Tagespflege, Kindergärten und Horten gerechnet, knapp 4.200 davon in städtischen Kitas. Sie werden betreut von 523 Erziehern, 52 Praktikanten in Ausbildung und 30 Personen im Freiwilligendienst. Über die Hälfte der Erzieherinnen (zu 90 Prozent Frauen) arbeiten in Teilzeit.