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Und sie haben es wieder getan. Nach dem plötzlichen Vorschlag der Dezernenten die Kulturhauptstadtbewerbung doch nicht weiter zu verfolgen, folgt ihre nächste Empfehlung. Der Obelisk solle auf den Holländischer Platz, wobei nicht klar zu sein scheint, wo und wie genau und ob das eine verkehrsberuhigende Maßnahme sein soll. Noch immer ist nicht klar, ob der Künstler Olu Oguibe den zusammengekommenen Spendenbeitrag von 126 152,27€ als Kaufpreis akzeptiert. Dies hält die Dezernenten wohl nicht davon ab, ihre Ideen für den Fall der Fälle kundzutun. Auch ohne Rücksicht auf das Votum des Künstlers, welcher unmissverständlich gesagt hat, dass der Obelisk auf dem Königsplatz bleiben soll.
Hier wird ein Documenta Außenkunstwerk zum Politikum.

Die Vertreibungspläne raus aus der Innenstadt sollen bloß der Diskursvermeidung und praktischerweise gleichzeitig der Aufwertung des gewünschten Documenta Institut Standortes Holländischer Platz dienen. Besser wäre es, den dafür zuständigen Gremien, wie etwa der Denkmalbeirat dazu zu hören und wenn vorhanden sinnvolle Alternativstandorte zu diskutieren.
“Der Standort muss ein zentraler Platz sein, damit das Kunstwerk nicht drunter leidet und somit macht es Sinn ihn dort zu lassen, so lange es keinen besseren Vorschlag gibt und den sehe ich bisher nicht”, so die kulturpolitische Sprecherin der Kasseler Linken Stephanie Schury.