Pressemitteilungen

Die Kasseler Linke lehnt die von der Stadt vorgelegte Fortschreibung des Schulentwicklungsplans ab und fordert dessen grundlegende Überarbeitung. In dem Entwurf werden nur unzureichende Aussagen darüber getroffen, welche Schulen in welchen Stadtteilen zukünftig welche Bildungsangebote bereitstellen sollen. „Der vorliegende Plan ist von einem ‚Weiter wie bisher‘ geprägt und zeigt keine Entwicklungsziele für die Schullandschaft Kassels auf“, so Simon Aulepp, schulpolitischer Sprecher der Kasseler Linke. „Dies betrifft unter anderem den Schulstandort Bettenhausen und Forstfeld, der seit der Schließung der Joseph-von-Eichendorff-Schule keine wohnortnahe weiterführende Schule mehr besitzt“, so Aulepp weiter.
Außerdem schweigt sich der Entwurf über dringend notwendige Investitionen an Schulgebäuden aus. Sanierungsmaßnahmen müssen konkret benannt und ein zeitlicher Rahmen für die Realisierung aufgeführt werden. „Mit Verweis auf die steigenden SchülerInnenzahlen müssen weit über die Planung neuer Raumkonzepte an den betroffenen Schulen hinaus, konkrete Baumaßnahmen geplant werden“, fordert Lutz Getzschmann, Fraktionsvorsitzender der Kasseler Linke.

Kritik äußert die Kasseler Linke auch an dem Beteiligungsverfahren bei der Erstellung des Schulentwicklungsplans. Partizipation beinhaltet, dass Eltern, SchülerInnen, LehrerInnen aber auch Behindertenverbände und Gewerkschaften in öffentlichen Debatten gehört und bei der Bestimmung der bildungspolitischen Ziele von Beginn an eingebunden werden. Wesentliche Aspekte der Stellungnahmen des Stadtelternbeirats und der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft sind in dem vorliegenden Entwurf nicht berücksichtigt worden.