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Der HNA Bericht vom 27.10. „Verleumdung gegen Kasseler AfD-Politiker: Nazi-Dialoge waren gefälscht“ legt nah, dass die Chatprotokolle von Michael Werl gefälscht seien. In dem HNA Artikel heißt es: „Ermittler kamen zu dem Ergebnis, dass die Chatverläufe mit rechtsextremen Inhalten gefälscht sind. Das geht aus einem Schreiben der Staatsanwaltschaft Kassel hervor, das der HNA vorliegt.“
Allerdings ist diese Aussage der HNA, dass es sich um eine Fälschung handelt, weder im Einstellungsbescheid der Staatsanwaltschaft noch auf Nachfrage der Frankfurter Rundschau durch die Redakteurin belegt worden.


Die Kasseler Linke hat deshalb beim Presserat eine Beschwerde eingereicht und fordert von der HNA eine Richtigstellung. Darüber hinaus kritisiert die Kasseler Linke die Berichterstattung der HNA, die zu Gunsten der Rechtspopulisten die Thematik verzerrt und einseitig darstellt.
„Die Erkenntnisse der Staatsanwaltschaft müssen transparent und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.“ fordert Ilker Sengül von der Kasseler Linken. „Es handelt sich hierbei um schwerwiegende Vorwürfe gegenüber einem Kasseler Stadtverordneten und Fraktionsvorsitzenden.“
Werl ist bereits vorher durch seine Aktivitäten bei der Burschenschaft Germania aufgefallen. Dort war er zusammen mit Neonazis wie Michael Jan R. Jahre lang aktiv.

Hintergund:
fr 6.2.17 Braune Burschen vor Gericht: http://www.fr.de/rhein-main/burschenschaft-germania-braune-burschen-vor-gericht-a-745482