Pressemitteilungen

Nach vielen Jahren ohne wirksame Maßnahmen zur Luftreinhaltung in Kassel ist es überfällig den Gesundheitsschutz der Menschen zu verbessern. Betroffen sind insbesondere die über 40.000 Anwohner*innen der stark befahrenen Hauptstraßen. Durch die Schadstoffbelastungen steigt das Risiko von Erkrankungen unter anderem der Atemwege und des Herzens, der unnötig frühzeitige Tod ist in zahlreichen Studien ebenfalls nachgewiesen.

Auf Bundesebene ist das Abstellen der Dieselsubvention gegenüber der Steuer für Superkraftstoffe und eine zeitnahe Einhaltung der Grenzwerte im Straßenbetrieb bei Dieselfahrzeugen nicht in Sicht.
„Angesichts der Handlungsunwilligkeit der Bundesebene müssen wir als Kommune aktiv werden und mit uns möglichen Maßnahmen die Gesundheit der Kasseler besser schützen“, so Ilker Sengül, umweltpolitischer Sprecher der Kasseler Linken.
Die Kasseler Linke beantragt daher neben einer zukünftigen Umweltzone zur Senkung der Schadstoffbelastung, dass ein Antrag zur Förderung von Maßnahmen mit Geldern aus dem kommunalen Fördertopf des 2. Dieselgipfel noch in diesem Jahr im Umweltausschuss vorgestellt wird. Außerdem wird die Erstellung eines Umsetzungsprogramms für weitere lufthygienische Maßnahmen gefordert. Der Magistrat soll ebenfalls beauftragt werden, eine Konzeption für den modellhaften Einstieg in einen Nulltarif im ÖPNV vorzulegen.
Der Antrag Gesundheit schützen – Umweltzone einrichten wird am 6.11. in der Stadtverordnetenversammlung diskutiert.

Mehr dazu auch im InformationsSystem der Stadt Kassel

 

Hintergrund
Der Antrag Gesundheit schützen – Umweltzone einrichten