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Die Kasseler Linke verurteilt den Angriff auf den stellvertretenden Ortsvorsteher in Nord-Holland, Ali Timtik, am vergangenen Samstag. Herr Timtik wurde verbal und körperlich äußerst aggressiv bedroht.

Nach der Kundgebung der Linken mit Katja Kipping am vergangenen Samstag, wurde der stellvertretende Ortsvorsteher in Nord-Holland Ali Timtik von türkischen Passanten mit nationalistischer und islamistischer Gesinnung angegriffen. Der Anlass des Angriffs war die Nähe Timtiks zur Erdogan-kritischen Partei HDP, der Schwesterpartei der Linken in der Türkei.

Die Täter beschimpften den linken Kommunalpolitiker als „PKK-Terroristen“ und „linken Vaterlandsverräter“. Als sie handgreiflich werden wollten, ging ein Passant dazwischen. Dieser wurde daraufhin ebenfalls bedroht.

„Diese Aktion zeigt wieder wie gefährlich dieses politische Lager der Islamisten und türkischen Nationalisten in Kassel ist. Mit bedrohlichen Sätzen wie: „Wir wissen wer Du bist und was deine Ziele sind!“ zeigen sie, dass nicht nur Einzelpersonen hinter diesen Drohungen stecken, so Ali Timtik.

„Daran zeigt sich einmal mehr, wie gefährlich es ist die türkischen Rechten im Kampf um Wählerstimmen zu hofieren, wie Herr Hilgen und Herr Geselle dies im Vorfeld der letzten Wahlen getan haben, und ihnen damit das Gefühl zu geben ihre nationalistische Politik sei akzeptierter Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens“, kritisierte der Fraktionsvorsitzende der Kasseler Linken, Lutz Getzschmann. Einschüchterungsversuche, verbale und körperliche Attacken gegen säkulare, progressive und linke politische Aktivisten mit türkischem Migrationshintergrund hätten in der letzten Zeit auch in Kassel zugenommen. Diesen reaktionären nationalistischen und islamistischen Kreisen müsse klar signalisiert werden, dass ihre Versuche, gegen oppositionelle und kritische Stimmen vorzugehen, nicht toleriert werden, so Getzschmann weiter.

Sowohl Ali Timtik als auch der zu seiner Hilfe gekommene Passant erstatteten Anzeige bei der Polizei.