Pressemitteilungen

Die Kasseler Linke erwartet nun endlich eine Offensive zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Lange genug ist nichts passiert. Die GWG saniert weitere Wohnungen in Rothenditmold, was zu Mietsteigerungen führt. Aus dem Vorderen Westen hört man von mehr und mehr Fällen, in denen Vermieter*innen ihren Mieter*innen die Kündigung schicken, weil sie als Investoren auf höhere Renditen hoffen und der Magistrat guckt trotz Milieuschutzsatzung nur zu. In der Nordstadt

steigen die Zimmerpreise und es ist schon absehbar, dass demnächst zu Semesterbeginn wieder jeder aufgerufen ist Zimmer an Studierende zu vermieten. Als Flüchtling, Hartz IV-Empfänger*in oder Niedriglöhner*in wird es schwerer und schwerer eine Wohnung zu finden. Die Grenzwerte der Kosten der Unterkunft werden ab 1.9. zwar erhöht, das zugrunde liegende Gutachten des IWU liegt jedoch den Fraktionen und der Öffentlichkeit noch nicht vor."Hier besteht nach wie vor dringender Handlungsbedarf," so Lutz Getzschmann, Fraktionsvorsitzender der Kasseler Linken. "Die Wahl des Baudezernenten ist nun vollzogen, nun muss er klare Akzente setzen." Die Kasseler Linke hatte bei der Wahl Noldas uneinheitlich abgestimmt. Anders lautende Presseberichte treffen nicht zu und beruhen auf Spekulation. "Die Stadt sollte eine aktivere Wohnungspolitik über die städtische GWG betreiben, statt enttäuscht zu sein und es zuzulassen, wenn Investoren nicht sozial bauen wollen," so Violetta Bock, stadtentwicklungspolitische Sprecherin der Kasseler Linken. Rahmenbedingungen müssen klar gesetzt, Fördertöpfe konsequent abgerufen und die Fachstelle für Wohnen gestärkt werden. Auch leer stehende Wohnungen sollten endlich systematisch erfasst und dem Wohnungsmarkt wieder zur Verfügung gestellt werden. Denn in Zeiten wie diesen, muss nicht die Freiheit des Eigentums sondern vor allem 'Eigentum verpflichtet' ins Gedächtnis gerufen werden.