Anfrage in der Verbandsversammlung des Zweckverband Raum Kassel

1. Wie viele Hektar Gewerbeflächen sind im Regionalplan in der Gemeinde Calden als Bestand und Planung dargestellt?

2. Wie viele Hektar davon haben einen gültigen Bebauungsplan (Baurecht) als Grundlage und könnten sofort genutzt werden?

3. Wie viele Hektar Gewerbeflächen sind davon ungenutzt, suboptimal genutzt oder fallen absehbar aus der Nutzung?

4. Wie viele Hektar an baulich genutzter Fläche am alten Flughafen (Flughafen Bestand im RPN) werden absehbar mit der Eröffnung des neuen Flughafens aus der Nutzung fallen (Tower, Empfangsgebäude, aufgegebene Gewerbehallen, Verkehrsflächen, Vorfeldflächen etc.), d.h. ohne die Rollbahn- und Rasenflächen?

5. Gibt es für die nicht länger benötigten baulichen Einrichtungen Sanierungs- und Weiterverwendungsstrategien?

6. Wie viele Hektar potentieller Gewerbeflächen sind im Eigentum der Flughafen GmbH?

7. Der Geschäftsführer der Flughafen GmbH Jörg Ries betont, dass der Flughafen keine Gewinne macht, wenn er „nur Flugzeuge starten und landen lässt". Das Geld werde am Boden verdient – mit der Vermarktung von Gewerbeflächen rund um den Flughafen. Dieses Geschäft laufe sehr erfolgreich an. Quelle HNA 21.9.2011

Wie soll verhindert werden, dass es durch den zusätzlichen Vermarktungsdruck der Flughafen GmbH zu ungewollter Konkurrenz für das neu geplante Interkommunale Gewerbegebiet kommt?

8. Wie und bis wann soll die Abstimmung für die größeren Gewerbeflächen Sandershäuser Berg, Langes Feld, Edermünde und Calden bzw. weitere Gewerbeansiedlungen durch interkommunale Kooperation und gemeinsames Flächenmanagement erfolgen? Wo sollen die planerischen und wo die baulichen Prioritäten liegen?

9. In dem „Vorranggebiet für Industrie und Gewerbe" beim geplanten Regionalflughafen in Calden hat die Ansiedlung von flugverkehrsaffinen und -abhängigen Betrieben Vorrang vor der Ansiedlung von anderen Betrieben. (RPN 2009 Grundsatz 4 S.64)

Wie groß ist der bisher nicht deckbare Flächenbedarf für solche flugverkehrsaffinen und -abhängigen Betriebe?

10. Für welche Branchen sind die zusätzlichen Interkommunalen Gewerbeflächen auf dem alten Rollfeld geplant?

11. Wie sollen die üblichen bzw. häufig genannten Anforderungen wie z.B. Nähe zu einer Autobahnauffahrt, Gleisanschluss, gute ÖPNV Anbindung, Arbeitskräftepotential oder Interaktionen mit bestehenden Betrieben im geplanten Interkommunalen Gewerbegebiet Calden erfüllt werden?

12. Wie werden diese Anforderungen in den Gewerbegebieten den Gemeinden z.B. Immenhausen, Ihringshausen, Vellmar, Ahnatal, Hofgeismar, Breuna, Volkmarsen, Wolfhagen, Warburg erfüllt?

13. Wie hoch sind die Erstellungskosten für das Interkommunale Gewerbegebiet?

14. Zu welchem Preis kann ein qm Interkommunales Gewerbefläche kostendeckend angeboten werden?

15. Wie sieht eine erste grobe Kalkulation der wesentlichen Kostenbereiche aus?

16. In welchem Umfang sollen welche Art von Subventionen (GVFG, EU-Mittel etc.) in die Herstellung des Interkommunalen Gewerbegebiets fließen?

17. Für welchen qm Preis sollen die unsanierten Rollfeld- und Rasenflächen des alten Flughafens Flughafen GmbH vom Träger des Interkommunalen Gewerbegebiets übernommen werden?

18. Mit welchem Sanierungsaufwand und Zeitraum wird für den alten Flughafen gerechnet?

19. Wer trägt diese Kosten?

20. Zu welchem qm-Preis sind die Gewerbeflächen in Calden im Durchschnitt der letzten Jahre verkauft worden?

Um schriftliche Antwort wird gebeten.

Eckhard Jochum

Für die Fraktion Die Linke/Kasseler Linke

Die (Nicht) Antworten sind hier zu finden (2.1 MB)