Die Stadt Kassel setzt sich bei der Tarifgestaltung im ÖPNV dafür ein, dass BezieherInnen von Leistungen nach dem SGB II, SGB XII und AsylbLG und Wohngeld ein Monatsticket im KasselPlus Gebiet zu dem Preis angeboten wird, der im Regelsatz für Verkehr veranschlagt wird. Der Berechtigungsnachweis sollte unkompliziert an die Teilhabecard gekoppelt werden. Für die dadurch entstehenden Einnahmeausfälle bei der KVG kommt die Stadt durch Zahlung der Differenz auf.

Begründung:

Mobilität ist eine Voraussetzung für Teilhabe, sowohl für das kulturelle und soziale Leben, aber auch um die Anforderungen an Flexibilität bei Bewerbungen und im Niedriglohnsektor erfüllen zu können. Im Sozialausschuss wurde berichtet, dass jetzt die Anpassung der Tarifgestaltung verhandelt wird.
Das Diakonieticket kostet derzeit für die Stadt 49,50 Euro, im KasselPlus Gebiet 62 Euro. Derzeit sind von der Bundesregierung von den 424 Euro Regelsatz etwa 35 Euro für den gesamten Verkehr kalkuliert. Zu diesem Preis sollte es zumindest möglich sein den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen. Tickets mit zeitlichen Einschränkungen ab 9 Uhr oder räumlicher Begrenzung auf das Stadtgebiet können entsprechend günstiger angeboten werden.

Mehr dazu auch im InformationsSystem der Stadt Kassel