Anträge & Anfragen

Änderungsantrag zur Vorlage 101.18.972
Gemeinsam mit der Familie Yozgat erinnert die Stadt Kassel mit sich engagierenden Bürger*innen und Organisationen der Stadtgesellschaft öffentlich am Mahnstein am Halitplatz in jedem Jahr am 6. April an Halit Yozgat, der als Kasseler Bürger von der rechtsterroristischen NSU ermordet wurde.

Mit einem jährlich auszuschreibenden Preis, der mit 3.000 Euro dotiert ist, würdigt die Stadt Kassel hervorragende wissenschaftliche Arbeiten oder beispielhaftes bürgerschaftliches Engagement von Initiativen, Vereinen, Verbänden oder Einzelpersonen, welche Ausgrenzung und politisch motivierte Gewalt thematisieren und sich insbesondere mit Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus in Kassel und Nordhessen oder sich mit der Rolle des Verfassungsschutzes bei schweren Straftaten und deren Aufklärung auseinandersetzen. Über die Auszeichnung entscheidet eine Jury. Verbunden mit der Verleihung des Preises ist für die Preisträgerin oder den Preisträger die Verpflichtung, die prämierte Arbeit bzw. das Engagement im Rahmen einer Gedenkveranstaltung vorzustellen. Diese Veranstaltung wird jeweils in der Woche vor oder nach dem 6. April in einem würdigen Rahmen durchgeführt.

Begründung:

Eine Besonderheit und Stärke des öffentlichen Gedenkens des Terrors des NSU Komplexes und der Mahnung in Kassel war bis 2017 eine gemeinsame Veranstaltung eines breiten politischen und gesellschaftlichen Spektrums im öffentlichen Raum. Die Preisverleihung zum Gedenken und der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus und Rassismus auf einer eigenen Indoorveranstaltung der Stadt Kassel kann dies ergänzen, aber nicht ersetzen.

Mehr dazu auch im InformationsSystem der Stadt Kassel