Das Regionalmanagement wird gebeten Lösungsansätze zur Erhöhung des Anteils regional produzierten Fleisches zu entwickeln. Dabei soll sowohl die Schlachtung nahe der Tierhaltung als auch die Erhöhung des Absatzes Berücksichtigung finden.

Begründung:

Der Schlachthof Kassel ist mit einer geringen Auslastung (unter 20% in 2010 Quelle: Kleine Anfrage der Abgeordneten. Landau, Dietzel, Lannert und Stephan (CDU) betreffend Schlachthof für Nordhessen vom 17.09.2010 im Hessischen Landtag) insolvent. Im Werra-Meißner Kreis gibt es keinen Schlachthof mehr.
Für die regionale Fleischproduktion sind Schlachtmöglichkeiten mit kurzen Transportwegen sinnvoll. Für Direktvermarkter und handwerklich arbeitende Metzgereien sind regionale Schlachtmöglichkeiten notwendig. Zur Sicherung der Schachtmöglichkeit in Nordhessen ist die Genossenschaftliche Landwirtschaftliche Vieh- und Fleischvermarktung Nordhessen eG, die in Bad Arolsen einen Schlachthof betreibt, einzubeziehen.
Die regionale Produktion, Verarbeitung und Vermarktung von Fleisch kann nur durch höhere regionale Anteile am Fleischkauf gesichert werden. Dazu braucht es neue Ansätze um die Nachfrage durch Verbraucher*innen zu vergrößern. Für die Kreise und Kommunen ist das Einkaufsverhalten der Öffentlichen Betriebe, wie zum Beispiel Kantinen, Mensen und Krankenhäusern direkter zu beeinflussen.
Der intransparenten, industriellen und billigen Fleischproduktion mit langen Transporten und schlechten Arbeitsbedingungen in den Großschlachthöfen kann so etwas entgegengesetzt werden.

Mehr dazu auch im InformationsSystem der Stadt Kassel